{"id":71,"date":"2014-02-17T11:59:23","date_gmt":"2014-02-17T09:59:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/?page_id=71"},"modified":"2014-02-19T11:31:45","modified_gmt":"2014-02-19T10:31:45","slug":"der-stoibrecher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/der-stoibrecher\/","title":{"rendered":"Der Stoibrecher"},"content":{"rendered":"<h3>Der Hornauer Stoibrecher<\/h3>\n<p>Die Sage erz\u00e4hlt von Str\u00e4flingen, die in den Steinbr\u00fcchen der Muschelkalkh\u00e4nge am Oberen Neckar, so auch in der Hornau, dem Gebiet zwischen Horb am Neckar und Nordstetten, ihren Strafdienst ableisten mu\u00dften.<\/p>\n<p>Nach einer Klassifizierung des Fasnets- und Volkskundlers Wilhelm Kutter l\u00e4\u00dft sich die Figur des Stoibrechers in die Kategorie des \u201eWilden Mannes\u201c einordnen:<\/p>\n<p>Die Dominanz der Glocken, der braune Fellanzug und die wildverzerrte Maske legen die Figur auf diese Klassifizierung fest. Im Gegensatz zu dieser drohenden, dunklen Gestalt steht der leicht anzuschauenden Wei\u00dfnarr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/web_brecher3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-39\" alt=\"Brecher vor der Kirche\" src=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/web_brecher3.jpg\" width=\"697\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/web_brecher3.jpg 996w, https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/web_brecher3-300x131.jpg 300w, https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/web_brecher3-900x393.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>Wie alles begann:<\/h3>\n<p>Die Stoibrecher gingen aus den freien, nicht organisierten Gruppen der \u201eHorber und Nordstetter Schantle\u201c hervor. Dies sind Narren in buntem Flecklesh\u00e4s mit selbstgestalteten und -geschnitzten Masken. Begonnen hat es eigentlich an der Fasnet 1973, als den Schantle f\u00fcr 1974 die Teilnahme am Ringtreffen des \u201eN\u00e4rrischen Freundschaftsrings rund um Horb\u201c in Eutingen verweigert wurde. Die Zunftoberen der Narrenzunft Horb konnten diesen frei vagabundierenden Haufen in die Schw\u00e4bisch-Alemannische Fasnet schwer einordnen.<\/p>\n<p>Die Wiege der Hornauer Stoibrecher ist das Nebenzimmer des ehemaligen \u201eHotel Raible\u201c in Horb. Hier trafen sich die Schantle Carl-Christian Gaiser und Gerd Rimmele, um ihre Wunden zu lecken. Eine eigene Zunft wollte man gr\u00fcnden. Dabei erwies es sich als vorteilhaft, da\u00df zum einen in Nordstetten eine aktive Schantlegruppe existierte und zum anderen Kaki Gaiser mehrere Masken mit H\u00e4s im Besitz hatte. Unter tatkr\u00e4ftiger Mithilfe seiner mittlerweile verstorbenen Mutter Elli Gaiser wurde im Laufe der n\u00e4chsten Monate unter einigen Geburtswehen der Hornauer Stoibrecher, wie ihn heute jeder kennt, geschaffen.<\/p>\n<p>Nachdem die Nordstetter Schantle sich bereit erkl\u00e4rt hatten, ihr Fleckles-H\u00e4s gegen den Pelz eines Stoibrechers einzutauschen, fing die eigentliche Schwerstarbeit erst an. Man mu\u00dfte in k\u00fcrzester Zeit m\u00f6glichst viele komplette H\u00e4s herstellen. Ziel war die Teilnahme am Ringtreffen 1974 in Eutingen. Noch am Brauchtumsabend, die Produktion lief w\u00e4hrenddessen auf Hochtouren, war nicht klar, wieviele Stoibrecher beim Ringtreffen teilnehmen w\u00fcrden. Auf Nachfragen der Zunft- und Ringoberen stellte Gaiser in der ihm eigenen Art die Zahl 40 in den Raum, w\u00e4hrend Rimmele dabei der Atem stockte. Wie aus dem Hut gezaubert, waren die Stoibrecher am n\u00e4chsten Tag beim Ringumzug mit 42 Maskentr\u00e4gern dabei! Der Einstand im Ring und in der Narrenzunft Horb war somit furios.<\/p>\n<p>Aus dem ehemals \u201evagabundierenden Haufen\u201c wurde eine selbstst\u00e4ndige, f\u00fcr die Narrenzunft Horb damals schwer zu kontrollierende Gruppe, die seinerzeit so ziemlich alle Wertvorstellungen der Horber Zunft aus den Angeln hob. Bis heute agieren die Stoibrecher selbstst\u00e4ndig mit eigener Wert- und Zielvorstellung innerhalb der Narrenzunft Horb 1923 e.V.<\/p>\n<p>nach Erinnerungen von Gerd Rimmele<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21_cr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-86\" alt=\"21_cr\" src=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21_cr.jpg\" width=\"697\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21_cr.jpg 996w, https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21_cr-300x81.jpg 300w, https:\/\/www.stoibrecher.de\/portal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/21_cr-900x243.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hornauer Stoibrecher Die Sage erz\u00e4hlt von Str\u00e4flingen, die in den Steinbr\u00fcchen der Muschelkalkh\u00e4nge am Oberen Neckar, so auch in der Hornau, dem Gebiet zwischen Horb am Neckar und Nordstetten, ihren Strafdienst ableisten mu\u00dften. 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